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Archiv: Januar 2009

Licht (1/2)

Vielerorts in den vergangenen 3 Monaten hört man von Erschöpfungszuständen, Lustlosigkeit, Traurigkeit unter den Menschen. Aber warum? Winter – das ist die Jahreszeit, in der man eben weniger aktiv ist, vielen machen die Tristesse der grauen Natur und der ständigen Dunkelheit zu schaffen. Aber das ist ja nicht neu, das kennen wir ja eigentlich schon aus anderen Jahren. Der Herbst 2008 war jedoch – im Vergleich zu anderen – extrem dunkel. Von Mitte Oktober an bis Weihnachten haben sich Sonne und strahlend blauer Himmel kaum blicken lassen. Es war einfach trist und grau, um 15h fing es an, dunkel zu werden und morgens wurde es vor 9h gar nicht richtig hell. Und das über Wochen. Wen wundert es da, dass der Körper – hochsensibel ausgeklügeltes Wunderwerk der Natur – darauf entsprechend reagiert?

Bei Einsetzen der Dunkelheit – egal ob im Sommer oder Winter – bildet der Körper Melantonin, welches unsere Müdigkeit regulieret. Es sorgt dafür, dass Ihnen Ihr Körper signalisiert: „Ich bin erschöpft, ich brauche eine Pause.“ Im Winter ist das natürlich aufgrund der niedrig stehenden Sonne entsprechend früher. Das wird nur leider schwierig, wenn man gerade im Berufsverkehr steckt, in der Konferenz mit dem Geschäftspartner oder Meeting mit dem Chef. Wir übergehen also die Signale unseres Körpers. Resultierend daraus ergibt sich eine noch stärkere Müdigkeit, Gereiztheit bis hin zur Winterdepression, nicht zu vergessen, dass aus diesen Faktoren wiederum Konzentrationsstörungen, Leistungsabfall und Stress entstehen.

Das Sonnenlicht ist auch für die Bildung verschiedener Vitamine im Körper verantwortlich und reguliert die verschiedensten Stoffwechselvorgänge. Es soll zu hohen Blutdruck und Cholesterinspiegel normalisieren, es ist heilsam bei Hautkrankheiten und Depressionen, fördert die Kalziumaufnahme und die Immunabwehr – kurz: so wie wir Sauerstoff, Wasser und Vitamine zum Leben brauchen, brauchen wir auch das Sonnenlicht. Aller Gefahren, die von zuviel Sonnenlicht ausgehen zum Trotz, es ist wichtig für unsere Gesundheit, letztlich auch für unsere Lebensenergie und –Freude.

Wie können wir also die sonnenarme Zeit im Winter überbrücken? Wir können Vitaminpräparate zu uns nehmen (lassen Sie sich hier aber bitte von Ihrem Arzt oder Apotheker gut beraten, verschiedene Vitamine sollte man nicht überdosieren), Sie können aber auch über eine Vollspektrumleuchte nachdenken. Diese soll alle positiven Aspekte des natürlichen Sonnenlichtes voll übernehmen. Was Sie auf jeden Fall einplanen sollten, um der zu starken Melantoninbildung entgegen zu wirken und Ihre Lebensfreude zu erhalten, ist viel Bewegung an der frischen Luft. Auch wenn es regnet – raus an die Luft. Das fördert den Stoffwechsel und weckt Körper und Geist.